Zusammenfassung
Wir beschäftigen uns hier mit den Werkzeugen des menschlichen Denkens und mit der Erkenntnis Gottes im Rahmen des rationalen Ansatzes. Beides gehört zum Gebiet der Fundamentaltheologie und setzt die Tradition der Rationalen Theologie mit Hilfe der Paradigmenlehre fort.
Paradigmen sind generative Tiefenstrukturen des Seinsprozesses. Sie stellen in ihrer Gesamtheit ein universales metabegriffliches Werkzeug des Erkennens, Bewertens und Erschaffens dar. Wir stellen die Elemente der Paradigmenlehre vor, konzentrieren uns auf die Entscheidungsparadigmen und betrachten schließlich Gott als universales, ideelles, autopoietisches Entscheidungsparadigma.
In unseren Ausführungen zeigen wir, daß der gesamte Seinsprozeß, Gott, Welt und Mensch mit der traditionellen Begriffsbildung nicht ausreichend erfaßbar sind. Sie können jedoch mit dem viel mächtigeren metabegrifflichen Instrument der Paradigmen verstanden werden.